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Haustür aus Kunststoff kaufen: Günstig und doch nachhaltig

Kunststoff & nachhaltig – ein Widerspruch in sich?

Vielerorts ist Kunststoff verpönt. Zu tief ist der Gedanke an Müllberge und Plastikstrudel im Meer verwurzelt. Bevor Sie jedoch Kunststoff-Haustüren abschreiben, sollten Sie bedenken, dass es sich nicht um billiges Plastik (wie für Verpackungen & Co.) handelt.

Hochwertiger Kunststoff – und somit die Türen und Fenster, die daraus gebaut werden – kann tatsächlich sehr nachhaltig sein. Zum einen ist das Material sehr langlebig. Das spricht schon einmal für sich. Produkte, die lange genutzt werden, sorgen dafür, dass weniger Ressourcen für Neues verschwendet und weniger Abfälle angehäuft werden.

Aber nach der gelobten Langlebigkeit geht es weiter: So lässt sich hochwertiges PVC auch noch nach Jahrzehnten problemlos feinmahlen und neu verarbeiten. Das spart Rohmaterial und Herstellungsenergie.
Finstral hat genau das geschafft. Ihre Türen können zu 100 % recycelt werden. Dazu ist jedoch eine spezielle PVC Mischung, der Verzicht auf Verbundwerkstoffe und eine ganz eigene Konstruktion von Nöten. So wird sichergestellt, dass die Stoffe sortenrein getrennt und wiederverwendet werden können. Das Ergebnis: Beim Fenster- und Türenhersteller entstehen nahezu keine Abfälle aus Kunststoff.

Vorteile & Nachteile von Kunststoff-Haustüren

VorteileNachteile
Modern oder Landhaus – verschiedenste Stile umsetzbarDamit der Rohstoff zu 100 % recycelt werden kann, müssen verschiedene Bedingungen erfüllt sein (Material, Konstruktion)
Exzellente DämmwirkungFarbe nach Kauf nicht ohne Weiteres anpassbar
Günstig in der AnschaffungNicht so robust wie Aluminium
Witterungsresistent
Sehr pflegeleicht
Langlebig
Spart Kosten – langlebig, günstiges Material & geringe Wartungskosten
Es ist möglich, die Tür zu 100 % zu recyceln

Kunstofftür mit Alu oder Holz kombinieren

Eine Haustür aus Kunststoff ist nicht gleich eine Haustür aus Kunststoff.
So können sich Kern, Rahmen, Flügel sowie Innen- und Außenseiten hinsichtlich der Materialien unterscheiden.

Finstral hat bis zu drei Materialien für den Rahmen und bis zu sechs Materialien für den Flügel, um Außen- und Innenseite je nach Geschmack und Bedürfnissen zu gestalten. Der Kern bleibt immer Kunststoff, da hier u.a. die besten Dämmwerte erzielt werden. 

Infolgedessen müssen Sie sich nicht in voller Gänze für eine PVC-Tür entscheiden, wenn Sie das nicht möchten. Die einzelnen Elemente dürfen durchaus variieren. So können Sie sich beispielsweise für eine Tür mit Kunststoffkern, aber mit Alu-Außenseite und Holz-Innenseite entscheiden. 
Bei Finstral sind nahezu alle Kombinationen (Kunststoff – Holz – Alu) umsetzbar.

Was muss ich beim Kauf beachten?

Bevor Sie eine Haustür kaufen, sollten Sie sich über folgende Aspekte Gedanken machen, um die für Sie optimale Tür zu finden:

  • Qualität des PVC: Achten Sie darauf, dass Sie eine Haustür aus hochwertigem PVC kaufen. Das stellt nicht nur sicher, dass die Tür recycelt werden kann. Es hat außerdem den Vorteil, dass die Tür extremen Witterungseinflüssen besser standhält, nicht so schnell ausbleicht oder spröde wird. 
  • Einbruchsicher: Türen sind nach Fenstern die Einstiegsmöglichkeit für Einbrecher. Entsprechend wichtig ist es, auch hier auf Einbruchschutz zu achten. Eine mehrfache Verriegelung mit Schwenkriegel, hochwertige Zylinder und eine stabiler Rahmen stellen eine gute Basis dar.
  • Lärmschutz: Heutige Haustüren bieten normalerweise schon im Standard einen guten Lärmschutz. Für Haustüren mit besonders hohen Anforderungen an den Lärmschutz (laute Straße, Flughafen etc. in der Nähe) können viele Türflügel optional in einer schalloptimierten Version (mit Lärmschutzglas) produziert werden, wodurch sich der Schalldämmwert nahezu verdoppelt.
  • Wärmedämmung: Ihre Tür sollte absolut dicht und optimal wärmegedämmt sein. Nur so können Sie sicher sein, dass keine Feuchtigkeit in Ihr Haus gelangt und jederzeit ein angenehmes Klima herrscht. Prüfen Sie hierzu den UD-Wert. Dieser gibt an, wie viel Wärme über die Tür nach außen verloren geht.
  • Einbaumethode: In puncto Haustür einbauen haben Sie die Wahl zwischen verschiedenen Methoden. Beim Neubau bietet sich der Einbau mit Montagezarge oder Montage auf Mauerwerk an, bei einem Altbau die Überschubmontage. In unserem gleichnamigen Beitrag erfahren Sie mehr.
  • Schloss: Es gibt mittlerweile viele Möglichkeiten eine Tür zu öffnen und zu schließen. Ziehen Sie einen klassischen Schlüssel vor oder möchten Sie einen praktischen Transponder? Oder fühlen Sie sich am wohlsten mit Fingerprint oder einem zentralen Smart Home System? 
  • Design: Klassisch, modern oder Landhaus? Anthrazit, weiß oder braun? Mit Seitenteil oder ohne? Welche Griffe? Wie soll der Übergang von Türrahmen zu Türflügel sein – flächenbündig oder versetzt? Ihre Haustür sollte zu Ihrem Zuhause passen und Ihren Geschmack treffen.

Kunststoff oder Alu oder Holz? Ein Vergleich der Materialien

Kunststoff-HaustürAluminium-HaustürHolz-Haustür
KostenGünstigHochSehr hoch
LanglebigkeitSehr gutSehr gutGut
DämmeigenschaftenSehr gutSehr gut (mit Kunststoffkern)Gut
PflegeaufwandGeringGeringHoch
RobustJaSehr robustNein
WitterungsanfälligNeinNeinJa
Farbe anpassbarNeinNeinJa

Kunststoff-Haustüren bieten dank ihrem Kunststoffkern optimale Dämmwerte. Das spart Heizkosten und sorgt für ein konsistentes, angenehmes Klima. Hinsichtlich der Kosten ist eine Haustür aus Kunststoff nicht zu toppen. Zum einen ist das Material weitaus günstiger als Alu oder Holz. Zum anderen sind keine bis geringe Kosten für Wartung einzuplanen. Doch es geht noch weiter: Das Material ist besonders langlebig. Es ist nicht so robust wie Aluminium, aber weitaus robuster als Holz. So sieht es auch bei extremen Witterungseinflüssen und unsanfter Behandlung noch schön aus. 

Ja, eine Haustür aus Holz wirkt warm und einladend. Auch in puncto Wärmedämmung steht das Material nicht schlecht da (wenn auch schlechter als Kunststoff).
Dem gegenüber stehen jedoch diverse Nachteile:
Das Material ist höchst empfindlich in puncto Witterung und Nutzung. Kratzer werden auch bei vorsichtigem Umgang schnell sichtbar. Holz will außerdem regelmäßig gepflegt werden. Fällt das flach, sieht die Tür unschön aus. Hinzu kommt, dass das Material teuer ist und derzeit noch teurer wird. Die Langlebigkeit ist nicht ansatzweise entsprechend hoch.

Zwar sind Alu-Haustüren auch teurer – sogar noch teurer als Holzhaustüren -, sie bieten dafür aber auch Einiges. Das Material und somit eine Haustür aus Alu ist besonders robust und langlebig. Entsprechend gut gepflegt sieht die Tür auch bei starken äußeren Einflüssen aus. Auch die Funktionen bleiben so optimal geschützt. Der Wartungsaufwand bleibt gering – die Tür muss nicht gestrichen werden. Hinsichtlich der Dämmung ist ein Kunststoffkern die beste Wahl.

Kunststoff-Haustür in Holzoptik

Ja, Kunststoff bietet viele Vorteile. Aber nicht immer passt eine klassische Haustür aus Kunststoff zum Look des Hauses. Andererseits gefällt die Optik von Kunststoff auch nicht jedem.
Dennoch müssen Sie nicht vom Material Abstand nehmen. 

Für Sie eignet sich eine Kunststofftür mit Holzdekor optimal.
Optisch unterscheidet sich diese kaum von einer Echtholz-Tür. Dabei bietet sie alle Vorteile einer Kunststofftür, ist sie doch viel pflegeleichter und witterungsbeständiger als eine Holztür.
Warum sieht das “Holz” auf Kunststoff bei Finstral so echt aus? Das Unternehmen färbt das Material immer komplett durch und prägt Texturen direkt in die Oberfläche. Das bringt noch den Vorteil mit sich, dass die Tür äußerst schmutzresistent ist.

Haustür austauschen – wann ist es Zeit und wie aufwändig ist der Einbau?

Ihre Tür schleift? Klemmt das Schloss? Die ganze Tür wirkt wie eine Einladung für alle Einbrecher? 
Spätestens, wenn grundlegende Funktionen – Schließen, Öffnen, Einbruchschutz etc. – nur noch teilweise oder gar nicht mehr gegeben sind, ist es an der Zeit, Ihre Haustür zu ersetzen.
Aber auch, wenn das nicht der Fall ist, kann es sich lohnen, Ihre Tür auszutauschen.

Schon in der Standardausfertigung können neue Türen deutliche Verbesserung in puncto Wärmedämmung bieten. So macht in Anbetracht der sprunghaft steigenden Heizkosten eine optimal gedämmte Tür einen nicht zu unterschätzenden Unterschied, um Kosten zu sparen.

Sprechen Sie uns gern an. Unsere Experten ermitteln, ob sich für Sie die Investition in eine neue Haustür lohnt oder sich eine andere Möglichkeit bietet.

Häufig gestellte Fragen

Was muss ich beim U-Wert einer Kunststoff-Haustür beachten?

Der UD-Wert sagt Ihnen, wie durchlässig eine Tür ist bzw. wie viel Wärme verloren geht. Entsprechend sollten Sie hier auf besonders geringe Werte achten – hier geht folglich sehr wenig Energie verloren. 
An sich bietet das Material Kunststoff schon beste Dämmwerte. Ein Richtwert: Die Energiesparverordnung schreibt vor, dass der Wert 1,8 W/m²K nicht überschritten werden darf.

Wie lange „halten“ sich Kunststoff-Haustüren?

Grundsätzlich ist Kunststoff ein sehr langlebiges Material. Wie langlebig es tatsächlich ist, hängt natürlich von der Rezeptur des Materials sowie der Bauweise der Tür aus. Natürlich spielen auch Pflege und Nutzung mit rein.
Die Produkte von Finstral halten in der Regel 30 bis 40 Jahre oder länger.

Was kostet eine Haustür aus Kunststoff?

Kunststofftüren sind in der Anschaffung weitaus günstiger als Holz- oder Aluminium-Haustüren. Wie teuer die Investition genau wird, hängt jedoch von verschiedenen Faktoren ab.
In der Regel belaufen sich die Kosten für eine Kunststoff-Haustür auf einen Betrag im höheren dreistelligen oder im unteren vierstelligen Bereich. Kommen individuelle Anpassungen hinzu – sei es hinsichtlich des Designs, beispielsweise durch ein Seitenteil, – wird es teurer. Natürlich müssen auch die Kosten für den Einbau eingeplant werden. 
Noch ein Vorteil: Eine Haustür aus Kunststoff bedeutet für Sie keine bis wenig Wartungskosten.

Werden Haustüren von der KfW gefördert?

Derzeit sind KfW-Förderprogramme für Haustüren wie beispielsweise 151, 152 oder 430 pausiert. Bereits angenommene Anträge werden jedoch durchgeführt. Ggf. werden diese Programme zu einem späteren Zeitpunkt wieder aufgenommen.
Über 159 Altersgerecht Umbauen – Kredit können Sie noch Mittel für einbruchgeschützte Türen beantragen. 
Mehr zur KfW-Förderung von Haustüren finden Sie in unserem gleichnamigen Beitrag KfW-Förderung für Haustüren.

Kann ich auch eine gebrauchte Tür kaufen?

Unsere Conwindo-Experten raten davon ab, eine gebrauchte Tür zu kaufen. Zu groß ist das Risiko, dass die Tür zwar oberflächlich besehen intakt wirkt, jedoch Schäden oder Funktionsbeeinträchtigungen birgt. Entsprechend ärgerlich ist es, wenn diese nach dem Einbau offenbart werden.
Aber auch ohne Funktionsstörungen, ist die Lebensdauer schlichtweg verkürzt. Planen Sie auch mit ein, dass ggf. Kosten für eine Überholung der Tür notwendig werden können.

Wie reinige ich meine Haustür aus Kunststoff?

Bei einer Kunststofftür – aber auch bei jeder anderen Tür – sollten Sie keine aggressiven Reiniger oder raue Materialien verwenden. Diese können ärgerliche Kratzer verursachen.
Verwenden Sie stattdessen lediglich Neutralreiniger, warmes (nicht heißes) Wasser und weiche Lappen. Wischen Sie anschließend trocken nach.

Was tun bei ausgebleichten Kunststofftüren?

Bei ausgebleichtem Material lässt sich leider nicht mehr viel machen. Ggf. können vergilbte Flächen noch mit einem Radiergummi bearbeitet werden. Grundsätzlich ist es so, dass es gerade für billige Kunststoff-Rezepturen typisch ist, dass diese schnell ausbleichen.

Über den Autor

Christian verantwortet im Fensterstudio Ewen die Beratung, den Verkauf und die Montage von hochwertigen Bauelementen aller Art. Sein Anspruch ist es, seinen Kunden jederzeit fachlich kompetent und beratend in Fragen des Neu-, Aus- und Umbaus zur Seite zu stehen - so auch auf Conwindo.
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