Haustür kaufen: Das sollten Sie beachten

Wie ist eine Haustür aufgebaut?

Um auf den Haustür-Kauf optimal vorbereitet zu sein, sollten Sie in jedem Fall wissen, wie eine Haustür aufgebaut sein sollte.

Haustüren werden ausgemessen und entsprechend maßgefertigt. “Standardmaße” gibt es nicht. Jedoch ist eine oft angebotene Höhe 2,10 m.

Haustüren sind ähnlich wie Fenster aufgebaut. Der Blendrahmen ist der Rahmen der Tür, welcher am Mauerwerk befestigt ist.

An diesem Rahmen hängt der Türflügel – das Türblatt. Das Türblatt besteht aus dem Flügelprofil und einer Türfüllung. Diese Füllung dient zwei Zwecken – dem Einbruchschutz und der Dämmung.

Der Kern des Rahmen- und Flügelprofils hochwertiger Türen besteht aus Kunststoff. Auch die Türfüllung sollte aus Kunststoff bestehen. Warum? Kunststoff bietet die besten Dämmwerte und schützt so optimal vor Kälte und Hitze.

Checkliste für den Haustür-Kauf – was gibt es zu beachten, was ist wichtig?

  1. Material: Achten Sie beim Material nicht nur auf persönliche Vorlieben, sondern außerdem auf Dämmeigenschaften, Wartung, Anfälligkeit für Witterungseinflüsse und Stabilität.
  2. Einbruchschutz: Eine mehrfache Verriegelung mit Schwenkriegel, hochwertige Zylinder und eine stabiler Rahmen sorgen für guten Einbruchschutz, der weiter optimiert werden kann.
  3. Verschluss: Schlüssel oder Transponder? Fingerprint oder zentrales System? Es gibt verschiedene Möglichkeiten Ihre Haustür zu öffnen.
  4. Dichte & Wärmedämmung: Ihre Tür muss dicht und optimal wärmegedämmt sein, damit Sie keine Heizenergie verschwenden oder Feuchtigkeit zum Problem wird. Über die Wärmedämmung gibt Ihnen der Ud-Wert Aufschluss.
  5. Montage: Handelt es sich bei Ihrem Haus um einen Altbau oder Neubau? Je nachdem kommen für Sie verschiedene Montagearten in Frage.
  6. Design: Klassisch, modern oder ganz ausgefallen? Mit Glas oder ohne? Ihre Haustür muss Ihnen gefallen und zu Ihrem Zuhause passen. Abhängig vom Material sind verschiedene Farben denkbar.

Haustür in der Nähe finden

Eine Haustür ist (meist) eine Investition fürs Leben. Sie lenkt den ersten Eindruck Ihres Zuhauses. Entsprechend sollten Sie sich bei der Wahl Ihrer Eingangstür Zeit lassen.

Machen Sie sich ein genaues Bild von Ihrer potentiellen Haustür in einem der Finstral Schauräume vor Ort. Gerne beraten wir Sie auch welche Haustür sich für Ihr Zuhause eignet. Hier finden Sie Finstral Händler in Ihrer Nähe.

Arten im Überblick – Haustür aus Kunststoff, Holz oder Aluminium

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Haustüren aus Holz

Haustüren ausschließlich aus Holz können wir Ihnen nicht empfehlen. Das Material ist zum einen sehr anfällig für Kratzer und Schmutz. Desweiteren ist es nicht gerade wartungsarm und pflegeleicht. Holz muss regelmäßig gepflegt werden, um lange schön auszusehen. In puncto Dämmung hinken Holztüren hinter Kunststofftüren hinterher.

Sie liebäugeln trotzdem mit dem Look? Dann setzen Sie auf Haustüren in Holzoptik. Die Türen aus Aluminium sehen aus wie Holztüren, dämmen aber dank Kunststoffkern optimal und sind zudem noch extrem robust und pflegeleicht. 

Haustüren aus Aluminium

Haustüren aus Aluminium sind extrem robust und pflegeleicht. Sie müssen nicht streichen und können Schmutz einfach mit einem Lappen sowie Wasser und Seife abwischen.

Das Material wirkt außerdem sehr modern und macht exakte Kanten und Linien möglich.

Alu kann größere Hitze, beispielsweise durch starke Sonneneinstrahlung, nichts anhaben. Entsprechend ist Aluminium das Material, bei dem eine große Bandbreite an Farben realisiert werden kann. Selbst dunkle Farben wie anthrazit sind kein Problem.

Leider sind Haustüren aus Aluminium auch preislich vorne mit dabei.

Haustüren aus Kunststoff

Kunststoff dämmt ausgezeichnet. Daher wird bei hochwertigen Fenstern und Türen Kunstoff auch im Kern eingesetzt, um die Dämmwerte zu optimieren.

Wie Aluminium müssen auch Haustüren aus Kunststoff nicht gestrichen werden. 

Das Material ist sehr pflegeleicht und wetterfest. Außerdem sind Haustüren aus Kunststoff günstiger als Türen aus Aluminium oder Holz.

Die Farbauswahl ist jedoch begrenzt. So empfehlen sich beispielsweise sehr dunkle Farben für Kunststofftüren nicht. Andernfalls bestünde hier die Gefahr, dass sie sich bei starker Sonneneinstrahlung verformen.

Haustür aus KunststoffHaustür aus AluminiumHaustür aus Holz
WetterfestJaJaNein
LanglebigJaJaNein
FarbauswahlGutSehr gutGering
PflegeleichtJaJaNein
KostenGünstigTeurerTeurer
DämmungSehr gutSehr gut (mit Kunststoffkern)Gut

Einbruchsichere Eingangstüren

Neben dem richtigen Material spielt die Sicherheit eine tragende Rolle.

Grundsätzlich ist es das Ziel jeden Einbrechers, so schnell wie möglich und ungesehen ins Haus zu gelangen. 

Denn je länger es dauert, desto höher das Risiko entdeckt zu werden. Eine einbruchsichere Haustür bietet also den besten Schutz, wenn sie es dem Einbrecher so schwer wie möglich macht und so lange den Einbruch verwehrt, bis dieser aufgibt. 

Folgendes trägt dazu bei:

  • Stabile Rahmenkonstruktion
  • Schwenkriegel – bestenfalls mehrere – erschweren das Aushebeln der Tür
  • Hochwertige Zylinder schützen vor Angriffen mit Hammer oder Zange
  • Gesicherte Bänder verhindern über eine spezielle Fixierung ein Ausheben der Tür

Die Sicherheit Ihrer Haustür können Sie natürlich noch weiter erhöhen, wie z.B. mit bruchsicherem Sicherheitsglas oder Sicherheitsfüllungen, die ein Durchbrechen der Tür erschweren.

Einen weiteren Hinweis, wie sicher Haustüren sind, geben die RC Widerstandsklassen. 

Welche Widerstandsklasse RC2 oder RC3 für die Haustür?

Die Wahl der Haustüren-Sicherheitsausstattung hängt vom jeweiligen Gebäude und dessen Lage, den darin befindlichen Sachwerten sowie dem individuellen Sicherheitsbedürfnis des Bauherrn ab.

Mit diesen mechanischen Lösungen, die den RC2-Anforderungen entsprechen, können Sie das Risiko eines Einbruchs stark reduzieren: 3-fach-Verriegelung mit mindestens 2 massiven Schwenkriegeln, Sicherheitszylinder mit Aufbohrschutz, Sicherheitsglas, Türfüllungen und Profilzylinder. Ausstattungen, die als Voraussetzung für RC3 gelten, benötigen Sie nur, wenn es sich um wertvolle Sachwerte handelt: 5-fach-Verriegelung mit 4 Schwenkriegeln, eine einbruchhemmende Verglasung und Türfüllung.

Für ein RC2/RC3-Zertifikat brauchen Haustüren nicht nur die notwendigen technischen Ausstattungen, welche die Voraussetzung für diese Widerstandsklasse erfüllen, sondern müssen auch im Prüflabor getestet sein.

Viele Hersteller bieten Ihnen jedoch große Auswahlmöglichkeiten beim Design und der technischen Ausstattung Ihrer Haustüren, wie unterschiedliche Rahmenformen, Rahmenmaterialien, Öffnungsarten etc. Aus allen möglichen Kombinationen dieser Auswahl ergeben sich viele mögliche Haustürausführungen. Selbst wenn jede dieser Varianten mit allen technischen Eigenschaften gemäß RC2/RC3 ausgestattet ist, erhalten sie nur ein RC2/RC3-Zertifikat, wenn jede einzelne davon gebaut und im Prüflabor getestet wurde.

Das ist für Hersteller nahezu unmöglich. Daher testen sie lediglich einige populäre Ausstattungsvarianten. Bei allen weiteren bieten sie die technische Ausstattung gemäß RC2/RC3 an. Für private Bauherren ist das in der Regel vollkommen ausreichend, denn die Zertifizierung nach RC2/RC3 bestätigt lediglich offiziell die Einbruchhemmung für genau die gewählte Ausstattungsvariante der Haustür.

Türschlösser und andere Verschlussmöglichkeiten

Beim Kauf Ihrer Haustür steht Ihnen eine breite Auswahl an Verschlussmöglichkeiten zur Verfügung. Neben dem klassischen Schlüssel bieten sich noch folgende Optionen an:

Fernbedienung

Mittels Fernbedienung können Sie Ihre Haustür via Funk öffnen. Ebenso lässt sich mit der Fernbedienung die Tür auch von innen schließen. Das Funksystem dahinter sollte verschlüsselt sein, um ein “Hacken” unmöglich zu machen.

Transponder

Der Transponder ist ein Funksender, der auf Nähe reagiert. Befindet sich also der Transponder in der unmittelbaren Nähe Ihrer Tür, können Sie Aktivierungstaster betätigen und die Türe öffnen.

Fingerprint bzw. Fingerscan

Der Fingerprint bzw. Fingerscan ist wohl die praktischste Lösung. Hier benötigen Sie keinen Schlüssel oder Sender, den Sie verlieren oder vergessen könnten. Den notwendigen “Schlüssel” haben Sie ja immer dabei. Zutritt können sich alle Personen verschaffen, dessen Fingerabdruck hinterlegt ist bzw. von Ihnen autorisiert wurde.

Zentrales Steuerungssystem

Auch können Sie Ihre Türen über ein zentrales Steuerungssystem öffnen und schließen. Hier funktionieren in der Regel alle gängigen Steuerungssysteme.

Wie bei Fernbedienung, Fingerprint und Transponder müssen die Türen lediglich mit einer Motorverriegelung ausgestattet sein.

Dichte und wärmegedämmte Haustüren

Wie bei Fenstern sollten Sie bei Ihrer Haustür darauf achten, dass diese dicht und optimal wärmegedämmt ist. Schließlich möchten Sie nicht zur Eingangstür hinaus heizen.

Hier spielen Material und Aufbau sowie die Dichtungen die entscheidende Rolle.

Werfen Sie in jedem Fall einen Blick auf den Wärmedurchgangskoeffizient – den Ud-Wert. Der Ud-Wert sagt Ihnen wie gut oder schlecht eine Tür gedämmt ist.

Je niedriger der Wert, desto weniger Wärme geht verloren. Sie sollten dementsprechend nach einem sehr niedrigen Wärmedurchgangskoeffizienten Ausschau halten.

Die Energiesparverordnung schreibt vor, dass der Wert 1,8 W/m²K nicht überschreiten darf.

Optimal gedämmte und dichte Türen verfügen über 

  • wärmedämmende Kunststoffkerne in Rahmen und Flügel
  • eine Türfüllung aus hochisolierenden Materialien
  • wasserdicht verschweißte Profile
  • Mitteldichtung zum Schutz vor Staub und Feuchtigkeit
  • Abdichtungsbänder, die sich erst in der Fuge ausdehnen (Kompribänder)

Nur so hält Ihre Tür die Wärme drinnen – Regen, Schmutz und Kälte draußen.

Haustür einbauen lassen – die Montage macht’s

Es gibt viele verschiedene Montagearten. Welche sich für Ihr Zuhause eignet, hängt zunächst davon ab, ob es sich um einen Neu- oder Altbau handelt. 

Bei Finstral haben sich die folgenden Methoden bewährt:

  • Neubau Montagezarge: Bei dieser Montageart wird während der Bauphase zunächst eine Montagezarge eingesetzt. Wenn alle Arbeiten am Haus abgeschlossen sind, wird die eigentliche Tür eingesetzt. Das ist besonders schonend für die neue Haustür. Sollte sie in Zukunft zudem einmal ausgetauscht werden, kann sie ohne Mauerarbeiten demontiert werden.
  • Neubau Montage aufs Mauerwerk: Die Montage aufs Mauerwerk ist der Klassiker unter den Montagearten. Hier wird ohne Zarge gearbeitet. Seien Sie sich bewusst, dass die neue Haustür auf diese Weise während der Bauarbeiten nur mittels Folien vor Beschädigungen und Verschmutzungen geschützt wird.
  • Altbau Überschubmontage: Wenn Sie Ihre alte Haustür austauschen wollen, bietet sich die Überschubmontage an. Der alte Türrahmen bleibt erhalten – er wird zurückgeschnitten und verblendet. Der neue Türrahmen wird aufgesetzt. Das geht besonders schnell und spart Ihnen Kosten. Auch exzessiver Lärm und Schmutz bleiben Ihnen erspart, denn Maurerarbeiten sind nicht nötig.

Häufig gestellte Fragen

Warum sollte ich die Haustür bei Finstral kaufen?

Finstral bietet höchste Qualität. Bei Haustüren ist vor allem die Verbindung zur Wand ausschlaggebend. Deswegen lässt das Unternehmen die Bauanschlüsse sorgfältig und streng prüfen. Die Kontrolle und Zertifizierung erfolgt durch unabhängige Experten des Instituts für Fenstertechnik Rosenheim. Dabei fertigt Finstral Ihre Haustür selbstverständlich nach Maß und ganz individuell auf Ihre Wünsche zugeschnitten.

Kann ich auch eine gebrauchte oder alte Haustür kaufen?

Wir raten davon ab, gebrauchte oder alte Türen zu kaufen. Diese bieten nicht annähernd die Dichte und den heutigen Sicherheitsstandard. Ersteres kostet Sie Geld für vermehrtes Heizen, zweiteres das Sicherheitsgefühl und u.U. noch mehr Geld.
Setzen Sie stattdessen auf Haustüren im antiken Look. Diese bieten das gewünschte Erscheinungsbild und die modernen Standards.

Wie teuer ist eine Haustür?

Wie teuer eine Haustür ist, hängt u.a. vom Material, dem Montageaufwand, den Maßen, dem Einbruchschutz sowie evtl. Extras ab. Grundsätzlich bewegt sich der Preis qualitativ hochwertiger Haustüren inklusive Einbau im vierstelligen Bereich.

Was sind “flügelüberdeckende” Haustüren?

Flügelüberdeckende Haustüren erkennen Sie in der Regel daran, dass sie über eine durchgängig glatte Oberfläche verfügen. Das sieht nicht nur gut aus, sondern sorgt außerdem für eine besonders gute Wärmedämmung.

Zuschuss – werden Haustüren von der KfW gefördert?

Ja, grundsätzlich werden Haustüren von der KfW gefördert. Es gibt Fördermaßnahmen für den Austausch von bestehenden Haustüren wie auch für die Eingangstür eines Neubaus. Mehr Informationen zu diesem Thema finden Sie in unserem gleichnamigen Beitrag “KfW Förderung für Haustüren”. Achtung: Viele Fördermittel sind erschöpft – für diese können vorerst keine Anträge mehr gestellt werden.

Über den Autor

Christian verantwortet im Fensterstudio Ewen die Beratung, den Verkauf und die Montage von hochwertigen Bauelementen aller Art. Sein Anspruch ist es, seinen Kunden jederzeit fachlich kompetent und beratend in Fragen des Neu-, Aus- und Umbaus zur Seite zu stehen - so auch auf Conwindo.
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