Wohnwintergarten: Das sollten Sie zu Warmwintergärten wissen

Definition: Was ist ein Wohnwintergarten?

Der Wohnwintergarten ist wie der Kaltwintergarten ein Raum mit Glasfronten, der Ihr Zuhause vergrößert. Mit einem Öffnen der Schiebetüren stehen Sie im Garten. Die beiden Arten unterscheiden sich jedoch signifikant. Das Synonym ‘Warmwintergarten’ verrät warum. Der Wohnwintergarten wird beheizt, ist gedämmt und wird als Anbau umgesetzt. Das bedeutet im Vergleich zum Kaltwintergarten höhere Anschaffungskosten. Dafür ist der Wohnwintergarten aber auch 365 Tage im Jahr nutzbar.

Vorteile von Wohnwintergärten

  • Lichtdurchfluteter Raum
  • Garantiert ganzjährig nutzbar
  • Sie gewinnen einen vollen Wohnraum dazu
  • Spart als Pufferraum Energiekosten
  • Konstante Temperatur durch Wärmedämmung
  • Wertsteigerung der Immobilie
  • Natur auch bei schlechtem Wetter genießen 

Brauche ich eine Genehmigung?

Ein Wohnwintergarten ist in der Regel immer genehmigungspflichtig.

Das liegt u.a. daran, dass Warmwintergärten beheizt werden und somit mehr Regelungen entsprechen müssen.

Warmwintergarten kaufen: Was muss ich bei Fundament, Dach, Heizung und Material beachten?

Im Winter und Herbst soll es bei kalten Temperaturen im Wintergarten warm, gemütlich und hell sein, im Frühling und Sommer hingegen angenehm kühl und schattig.

Dafür ist ein Zusammenspiel an verschiedenen Komponenten notwendig:

Eine kurze Checkliste für den Kauf

  1. Wintergartendach: In der Wahl Ihres Daches sind Sie frei, achten Sie aber auf innenliegende Dachsparren.
  2. Wintergartenbeschattung: Damit es auch im Sommer im Wintergarten angenehm bleibt, ist ein Beschattungssystem notwendig.
  3. Wintergartenfundament: Die Bodenplatte Ihres Wintergartens muss in jedem Fall perfekt isoliert sein.
  4. Wintergartenheizung: Eine Fußbodenheizung verteilt die Wärme gleichmäßig im Raum.
  5. Wintergartenmaterial: Aluminium ist das beste Material für Ihren Wintergarten.
  6. Wintergartendichte: Kunststoffprofile und verschweißte Ecken sorgen für optimale Dichte und Dämmung.

Fundament für warme Wintergärten

Das Fundament Ihres Wohnwintergartens hat gleich mehrere Aufgaben. Es muss nicht nur verlässlich den Wintergarten tragen, sondern auch noch perfekt abdichten.

Die Bodenplatte sollte also unbedingt isoliert sein, um Kälte und Feuchtigkeit fernzuhalten.

Außerdem muss der Boden frostsicher sein. Ein Aufbau von mehr als 6 cm sollte mit Kunststoff verstärkt werden.

Mit dem Boden steht und fällt ein guter Warmwintergarten. Sie machen gern Vieles selbst? Überlassen Sie zumindest die Errichtung des Fundaments und dessen Abdichtung einer Fachkraft.

Ein minderwertiges Fundament kommt Sie im Nachhinein teurer zu stehen als die Kosten für einen Profi. 

Festes Dach, Flachdach oder etwas ganz anderes?

Grundsätzlich ist bei einem Wintergarten jede Dachform und -art möglich – sei es Flachdach, Glasdach, Pultdach oder eine ganz speziell auf Ihre Gegebenheiten zugeschnittene Lösung.

Flachdächer unterstreichen den modernen Look Ihres Zuhauses oder setzen bei einem traditionellen Haus den gewünschten Akzent.

Ein Glasdach ist wohl die attraktivste Dachlösung für einen Wintergarten. 

Tipp: Wählen Sie innenliegende Dachsparren, da sich hier sonst Laub und Unrat verfangen können. Auch sollten Sie Sonnenschutz bzw. ein Beschattungssystem einplanen. Sicherheitsglas wie VSG-Glas mindert das Verletzungsrisiko und hält auch stärkerem Unwetter (Hagel) stand (entspricht der Norm).

Heizung für warme Wintergärten

Wie der Name schon verrät, werden warme Wintergärten beheizt. Hier empfiehlt sich in den meisten Fällen eine Fußbodenheizung. Diese verteilt die Wärme gleichmäßig im Raum. Wichtig ist eine gut gedämmter Boden. 

Natürlich können Sie auch auf Heizkörper setzen. Auch ist eine Kombination der beiden Systeme denkbar. Für zusätzliche Gemütlichkeit können Sie auch einen Kamin in Ihren Wintergarten integrieren.

Beschattungssystem für die warme Saison

Auch im Sommer soll Ihr Wohnwintergarten eine Wohlfühloase bleiben. Die Temperaturen sollen angenehm sein und die Sonne nicht blenden. Dazu ist nicht nur die Verwendung von Sonnenschutzglas wichtig. Auch Beschattungssysteme wie Raffstores, Plissees oder integrierte Jalousien spielen eine wichtige Rolle.

Material: Holz, Glas oder Aluminium

Grundsätzlich fahren Sie mit Aluminium als Material für Ihren Warmwintergarten am besten. Aluminium ist nicht nur sehr wartungsarm und robust, sondern auch noch extrem langlebig. Hinzu kommt, dass das Material ein 250 Farben großes Spektrum möglich macht. Unsere Conwindo-Experten wählen für die Verkleidung von Wintergärten kein anderes Material. Ein Kunststoffkern sorgt für die entsprechende Dämmung, Stahlträger für Stabilität.

Bei der Auswahl des Rahmenmaterials innen sind Sie frei. Hier können Sie zwischen Kunststoff, Aluminium oder Holz wählen. Beachten Sie jedoch, dass Kunststoff und Alu weitaus pflegeleichter, stabiler und vor allem langlebiger als Holz sind. Ein Wintergarten ist eine kostenintensive Investition – entsprechend lange sollte diese auch überdauern.

Dicht und wärmedämmend

Glas wie Träger sollten über ausgezeichnete Wärmedämmung verfügen. Beim Glas bieten sich Wärmeschutzgläser an, die die Wärme drinnen und Kälte draußen halten. Achten Sie unbedingt auf den U-Wert. Da Kunststoff über eine optimale Wärmedämmung und Dichtheit verfügt, bietet sich das Material für die Profile an. 

Für absolute Dichtheit sorgen generell Mehrkammerprofile, anextrudierte Dichtungen, ein Mitteldichtungssystem und verschweißte Ecken.

Unsere Conwindo-Experten verkleben darüber hinaus Glas und Rahmen stets miteinander statt sie einfach nur zu verklotzen. 

Wie läuft so eine Wohnwintergarten-Planung im besten Fall ab?

  1. In der Regel beginnt eine gute Planung mit einem ausführlichen Beratungsgespräch. So auch bei Finstral. 
  2. Das Unternehmen visualisiert dann daraufhin den Wintergarten. Im Rahmen des Angebots erfolgt eine erste statische Prüfung
  3. Der nächste Schritt umfasst ein professionelles Aufmaß mit modernsten Messgeräten unter Berücksichtigung der vorhandenen Bausubstanz
  4. Finstral produziert Ihren Wintergarten nach Maß.
  5. Dem folgt die Umsetzung von Elektrik, Heizung und Fundament. Gerne übernimmt Finstral die Koordination für Sie.
  6. Im letzten Schritt errichten spezialisierte Monteure den Wintergarten – auch zweistöckig oder auf dem Balkon. Die Anschlüsse sind durch das Institut für Fenstertechnik Rosenheim (ift) geprüft.
  7. Nach Abschluss und Prüfung erhalten Sie von Finstral eine transparente Rechnung.

Kaltwintergarten vs Wohnwintergarten – ein Vergleich

Der deutlichste Unterschied zwischen den zwei Wintergärten macht sich in der Nutzung bemerkbar. 

Der Wohnwintergarten ist ganzjährig nutzbar, da er beheizt wird. Auch bei ungemütlichen Temperaturen können Sie diesen als zusätzliches Zimmer nutzen. Das wertet die Immobilie natürlich auf.

Dazu muss der Wohnwintergarten aber auch mehr Voraussetzungen erfüllen. Beispielsweise wird für den Bau eines Warmwintergartens stets eine Baugenehmigung benötigt – für den Kaltwintergarten nicht unbedingt.

Außerdem müssen die Bodenplatte wie überhaupt der ganze Raum gedämmt sein. Energiesparverordnungen wie Dämmwerte müssen eingehalten werden. Die Verglasung muss besser sein.

Das kostet in der Regel mehr, hat aber auch viele Vorteile:

Die Energiekosten sind vergleichsweise geringer, weil Sie nicht zum Fenster hinaus heizen. Die Temperatur kann über Dämmung und Heizung konstant gehalten werden. Und die genannten Umstände mindern die Gefahr von Schimmelbildung. Unterstützen sollten Sie das natürlich, indem Sie regelmäßig lüften.

WarmwintergartenKaltwintergarten
WohnraumerweiterungJaBedingt
Zusätzliche NutzflächeJaJa
Im Winter nutzbarJaNein
Aufwertung ImmobilieHohe AufwertungJa
DichtJaNicht immer
BeheiztJaNein
GedämmtJaNein
Gefahr von SchimmelbildungNiedrigHoch
TemperaturschwankungenNeinJa
KostenHöherU. U. niedriger
Baugenehmigung nötigJaJe nach Bundesland und Größe

Häufig gestellte Fragen

Was kostet ein Wohnwintergarten?

Die Preise für eine Wohnwintergarten bewegen sich in der Regel im vier- bis fünfstelligen Bereich. “Steuerbar” sind die Kosten über das gewählte Material, Extras, Größe und örtliche Gegebenheiten.
Berücksichtigen Sie in Ihrer Planung, dass zu den Kosten für Material und Montage noch Kosten für Heizung, Elektrik sowie für die Baugenehmigung kommen.

Kann ein Wintergarten als Wohnraumerweiterung genutzt werden?

Ein klares Ja. Ein Wintergarten kann, wenn beheizt, in jedem Fall als Wohnraumerweiterung genutzt werden. Sie gewinnen einen vollen Raum hinzu. Hier können Sie sich ein lichtdurchflutetes Wohnzimmer oder Esszimmer schaffen oder die große Küche realisieren, von der Sie träumen. Schlau geplant, kann der Wintergarten sogar als Pufferraum dienen und Energiekosten sparen.

Wird der Wintergarten nicht viel zu heiß im Sommer?

In nicht gedämmten, nicht sehr hochwertigen Wintergärten kann es durch das viele Glas im Sommer unangenehm heiß werden. Gute Wintergärten sind hingegen ausreichend gedämmt und verfügen über Sonnenschutzgläser, die die Hitze aus dem Raum halten. Ein Beschattungssystem unterstützt diese Wirkung.

Zählt der Wohnwintergarten als Wohn- oder Nutzfläche?

Der Wohnwintergarten zählt in seiner Gänze als Wohnfläche. Die Fläche des Kaltwintergarten wird hingegen nur zur Hälfte als Wohnfläche gezählt.

Welche Pflanzen eignen sich für den Warmwintergarten?

Der Wohnwintergarten ist beheizt. So eignen sich für Ihren Warmwintergarten also auch all die Pflanzen, die Sie in Ihrem übrigen Wohnraum schon einsetzen. Die meisten Pflanzen wünschen sich viel Licht, einige vertragen jedoch direktes Sonnenlicht nicht so gut. Stellen Sie diese nicht direkt an die Glasfront.

Über den Autor

Christian verantwortet im Fensterstudio Ewen die Beratung, den Verkauf und die Montage von hochwertigen Bauelementen aller Art. Sein Anspruch ist es, seinen Kunden jederzeit fachlich kompetent und beratend in Fragen des Neu-, Aus- und Umbaus zur Seite zu stehen - so auch auf Conwindo.
Foto des Autors